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Der Troll im Fenster

Es war einmal ein kleiner Troll, kaum größer als ein Marmeladentopf, der lebte auf dem Fensterbrett eines alten Hauses. Das Fenster gehörte zur Küche einer Wohnung in der eine ältere Dame wohnte. Dort hatte es sich der Troll richtig gemütlich gemacht.

Die Dame wusste um die Anwesenheit des Trolls, denn sie glaubte an die Magie. Sie konnte Dinge sehen, die sich normalerweise vor den Augen der Menschen verbargen. Und so, hegte und pflegte sie die Freundschaft, zu dem winzigen Wesen. Sie stellte ihm Kräuter in das Fenster, um die sich der Troll kümmerte.

Ihr müsst wissen, Trolle lieben die Natur, denn sie sind in den Wäldern zuhause. Sie kennen jeden Stein und jede Pflanze bei ihrem Namen und sorgen für sie, gerade so, als ob es ihre Kinder wären. So ein Troll, kann schon ein nützliches Wesen sein, wenn man darauf achtet das er immer etwas zu tun bekommt und sich nicht langweilt. Trolle hassen die Eintönigkeit. Sie werden unausstehlich und treiben so manchen Schabernack, wenn es ihnen zu Wohl wird.

Ab und an, saß die ältere Dame in ihrem Lehnstuhl am warmen Küchenofen und beobachtete ihren Gast, wie er mit den Kräutern sprach und sich um sie sorgte. Manchmal sah sie zu, wie er sich in die Petersilienzweige setzte um auf den Stielen zu reiten und zu wippen. Es machte ihm große Freude, so ausgelassen in der krausen Petersilie zu sitzen und er jauchzte und lachte laut, wenn er mal hin und mal her schaukelte.

Zum Dank, da er sich so verlässlich um ihre Kräuter kümmerte, schenkte die ältere Dame dem Troll nützliche Dinge, die ihm das Leben verschönen sollten. Aus einem Samtrest nähte sie ihm ein Kissen und aus einer alten Holzschachtel, in der sie ein paar Kleinode aufbewahrte, machte sie ihm ein Bett. Sie gab ihm ein Glas, in das sie eine handvoll Münzen legte, damit er sich so reich fühlen konnte, wie sie selbst sich fühlte, seit dem der Troll bei ihr eingezogen war. Auch Schmuck und ein paar ungeschliffene Halbedelsteine legte sie ihm hin. Der Troll freute sich jedes Mal über die Anerkennung die er bekam und hütet seine Schätze gut.

Wenn das Frühjahr kam, öffnete sie das Fenster weit, damit der Troll sich mit seinesgleichen im Garten vergnügen konnte. In den kühleren Nächten, kam er jedoch stets auf das Fensterbrett zurück und schlief auf dem weichen Bett unter einer kleinen Decke.

Die beiden verstanden sich gut und sorgten füreinander, wie man es eben in einer Familie so tut. Wenn die Frau einen Wunsch hatte, sprach sie mit dem Troll darüber und er kümmerte sich dann, um das was zu tun war, damit ihr Wunsch sich erfüllte. Es war eine herrliche Zeit, in der das Geben und Nehmen einander ergänzte.

Die Zeiten wurden schlecht. Eine Wirtschaftskrise hatte das Land erfasst und die ältere Dame sorgte sich um ihr Auskommen. An einem Nachmittag im Spätsommer, klagte sie dem Troll ihr Leid. Gemeinsam überlegten sie was zu tun war. Damit die ältere Dame ihre Rente ein Wenig aufbessern konnte, bat sie den Troll um eine neue Arbeit. Der Troll nahm sich der Bitte an und es dauerte nicht lange, bis sie eine Arbeit fand. Fortan erledigte sie Näharbeiten für einen Schneider und als es sich herumsprach, kamen die Menschen aus der Nachbarschaft und brachten ihr viele Kleider die sie aufbesserte.

Es kam wie es kommen musste, der Alltag hielt Einzug und die ältere Dame hatte nur noch wenig Zeit, sich um ihrem Troll zu kümmern. Sie hatte viel zu tun, nähte und stopfte und saß nun nur noch selten in ihrer Küche, um dem Troll bei seinen Späßen zuzusehen.

Der Herbst kam und färbte die Blätter bunt, doch die alte Dame hatte keine Zeit sich daran zu erfreuen. Der Winter brachte Schnee und Eis und malte Eisblumen an ihre Fenster, doch Nadel und Faden raubten ihr die Sicht für die Schönen Dinge. Über all die Arbeit, vergaß sie ihren kleinen Freund im Fenster sogar ganz.

Als das Frühjahr kam, bemerkte sie, dass ihre Kräuter die Köpfe hängen ließen. Sie waren vertrocknet und zu nichts mehr zu gebrauchen. Das winzige Bettchen war verwaist und nichts im Küchenfenster erinnerte mehr an die wunderbare Zeit die sie mit dem Troll verlebt hatte. Sie nahm das Kästchen und legte es in ein Regal. Die Schätze waren verschwunden und das Fensterbrett sah aus wie ein leerer Schlund, der alles was sie einst so glücklich machte, verschlungen hatte. Ihr Freund - der Troll war ausgezogen.

„Er ist halt zu seinesgleichen zurückgekehrt“ dachte die ältere Dame und machte sich keine großen Gedanken. Sicher, sie war traurig über den Verlust, doch ihr fehlte die Zeit diesen Gedanken nachzuhängen.

Was sie nicht sehen konnte, da sie über all die viele Beschäftigung den Zauber vergaß, war das traurige Gesicht des Trolls, der seine Nase von draußen gegen die kühle Fensterscheibe drückte und weinerlich schluchzte. Sie hatte den Blick für ihn verloren, wie auch den Glauben an die Magie.

Wisst ihr, dies ist das Geheimnis der Zauberkunst. Wo man nicht glaubt und Einsatz zeigt, da schwindet die Sicht. Und wo man einen Troll nicht sehen kann, da zieht er aus, auf Nimmerwiedersehen und kehrt auch nicht zurück …

21.5.10 03:38


Aspasia

Aspasia ist ein Jugendroman der im Sommer 2005 seinen Anfang fand.

Er erzählt von Sarah und Etaine. Beide verbindet eine ungewöhnliche Freundschaft. 

Er umfasst 230 Normseitenund ist derzeit auf dem Weg in die große weite Welt ... 

 

Hier also eine kurze Leseprobe:

Geheimnisse

Aspasia ich komme, jubelte ich in Gedanken und ließ mich von einer Woge Euphorie mitreißen.

Ich war gespannt, ob Etaine etwas über die rätselhaften Reime herausgefunden hatte und freute mich als die Pausenglocke endlich das Ende des Unterrichts einläutete.

Wie gestern wartete sie bereits auf mich.

„Stell dir vor“, begrüßte sie mich und hüpfte dabei auf und ab wie ein Gummiball, „Sirk Medat hat mir versprochen das er später einen Blick auf die Reime wirft.“

„Ich freue mich auch dich zu sehen“, ignorierte ich ihre Aufregung worauf sie mich umarmte. Das bisschen Anspannung, das ich empfand, erschien mir im Anbetracht ihrer Überschwänglichkeit lächerlich. Etaine befand sich in einem Glücksrausch in dem sie sich wie rosarote Zuckerwatte anfühlte.

„Vielleicht erfahre ich endlich ein wenig mehr über das ominöse Wesen das ich suchen und zähmen muss“, freute sie sich.

„Ich dachte, nachdem dein Vater über den Berg ist hätte sich das erledigt?“

„Irrtum Sarah, nachdem es meinem Vater besser geht haben wir beschlossen, dass es ein guter Zeitpunkt ist die Prüfungen zu absolvieren. Immerhin ist er in der Lage mir beizustehen falls es brenzlig wird.“

„Was soll denn passieren? Jetzt ist doch alles klar. Dein Vater lebt und kann den Thron behalten.“

Noch bevor ich den Satz beendete, spürte sich wie ein dunkler Schatten sich über die Zuckerfäden legte. Etwas an meinen Worten weckte ihre Furcht.

„Etaine was ist so schlimm?“, fragte ich frei heraus.

„Der Gedanke an Hydira. Sie ist unheimlich und wird von ihrem Plan den Thron Aspasias zu erobern nicht abweichen.“

„OK“, sagte ich, „klär mich auf. Wer ist diese Hydira und was kann sie tun?“

 

 

 

21.5.10 03:11


Interaktiv - was ist das?

Der interaktive Roman soll eine Fortsetzung sein an der jeder Leser mitwirken kann…

Bevor ich das erste Kapitel schreibe, ist jeder der Lust hat sich daran zu beteiligen gefordert. Schreibt in den Kommentaren mit welchem Thema sich der Roman auseinander setzen soll. Gebt mir einen ungefähren Umriss wie die Hauptfigur sein könnte und was ihre Aufgabe sein wird, die sie in der Geschichte zu bewältigen hat.

Den besten Vorschlag greife ich auf und setze ihn um.

... immer her mit den Vorschlägen ;-)

21.5.10 03:04


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