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Noch ne Wamschreibromanze ...

„Machs gut, es war schön mir dir“, klangen Davids Abschiedsworte in ihrem Ohr.
Inmitten der Alltagshektik, stand Evelyn in der Einkaufspassage am Rathausmarkt und starrte auf das tote Handy. Menschen mit übervollen Einkaufstüten strömten an ihr vorüber. Niemand beachtet sie, sie war alleine.

Wen würde es stören, wenn sie unbemerkt von Passanten auf das Geländer kletterte und in die Alster sprang? Es gab nur einen Grund es nicht zu tun - der Platz taugte nicht; die Brücke war nicht hoch genug und die Alster eine stilles Gewässer.
Die U-Bahn, überlegte Evelyn, doch auch da fehlte Mut.

Mit hängenden Schultern lief sie ins Starbucks und orderte einen White Caffè Mocha to go.

Ihre Mutter hatte Recht behalten, David passte in ihr Beuteschema und war wie prophezeit unter der Rubrik `eine weitere herbe Enttäuschung´ zu verbuchen. Wann würde sie endlich Kapieren, dass kein Mann eine große Liebe ersetzte.

Evelyn spürte wie der wärmende Becher ihre Hände erhitzte. Sie trank einen Schluck und lief Richtung Parkhaus, in dem ihr Smart auf sie wartet.

Wenigstens hatte David den Mut, sie anzurufen. Ihre letzten drei Eroberungen hatten nicht einmal das für Nötig gehalten. Die Abschieds SMS, die sie von Mark erhielt „Baby es ist aus!!!“ war noch die höflichste Form der Verabschiedungen, die ihre Lover ihr zugestanden.

Was war sie doch für eine Niete.

„Evelyn?“, riss sie eine sonore Stimme aus ihrem Trübsal.
„Sebastian?“, fragte sie verdutzt.
Mit ihm hatte das Übel seinen Lauf gefunden. Seitdem er sie vor drei Jahren verließ, war nichts mehr wie es war. Jeder Mann, der ihr begegnete, hielt dem Vergleich mit Sebastian nicht stand und nahm früher oder später mit wehenden Fahnen Reißaus.

„Warum hast du dich nicht bei mir gemeldet?“ Seine dunkelbraunen Augen strahlten vor Freude.
„Wieso ich? Du hast dich nicht mehr gemeldet!“ warf sie ihm vor.
Sein Blick glitt zu Boden.
„Ich hatte einen Unfall“, er machte eine Pause. „In jener Nacht als ich ohne Worte von dir Nachhause fuhr um meinen Eltern zu sagen, dass ich die Frau meines Lebens fand, gab es einen Unfall. Ich erwachte drei Wochen später im Krankenhaus.“
„Oh mein Gott, und ich dachte du willst mich nicht mehr.“ Betroffenheit klang in ihrer stimme und sie zuckte in einer ratlosen Geste ihre Schultern.
„Ich hab dich gesucht und endlich gefunden“, sagte er zärtlich.
Röte schoss in ihre Wangen.
„Neuanfang?“ fragte er.
Evelyn nickte. „Ja“ hauchte sie und ihre Lippen fanden sich in einem endlosen Kuss.

27.5.10 00:03
 


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